Familien entlasten – Gleiche Chancen beim Homeschooling

Unserem ersten Antrag zur Entlastung von Familien in der aktuellen Corona-Lage haben wir als SPD Emsdetten nun einen ergänzenden zweiten Antrag hinterhergesendet, der sich mit den Voraussetzungen für ein chancengleiches Homeschooling befasst. Unser Antragstext dazu:

Die SPD Emsdetten benatragt die Entlastung von Familien – auch bei der Schaffung geeigneter Voraussetzungen, für ein erfolgreiches „Homeschooling“.

Die Stadtverwaltung startet zeitnah eine Abfrage bei allen Emsdettener Schulen und stellt folgende Fragen:

  • Sind ausreichend Möglichkeiten für das „Homeschooling“ vorhanden?
  • Gibt es Interesse an einer Plattform, die Videokonferenzen ermöglicht?
  • Wie wird die Ausstattung in den einzelnen Familien bewertet?
  • Wie hoch ist der Anteil an Schüler/innen, die im „Homeschooling“ verloren gehen?
  • Erscheint es hierfür sinnvoll, wenn die Stadt den Schulen Endgeräte zur Verfügung stellt?

Dazu: Zur Teilnahme am digitalen Unterricht haben bedürftige Schülerinnen und Schüler einem Gerichtsbeschluss zufolge Anspruch auf die Finanzierung des erforderlichen Tablets. Im Regelfall sei die Anschaffung eines internetfähigen Computers zur Teilnahme am pandemiebedingten Heimunterricht zu Hause nicht in den Sozialleistungen berücksichtigt, urteilte das Landessozialgericht in Essen.

Die SPD Emsdetten benatragt die Entlastung von Familien – auch bei der Schaffung geeigneter Voraussetzungen, für ein erfolgreiches „Homeschooling“.

Die Kosten für ein Tablet stellten einen „anzuerkennenden, unabweisbaren, laufenden Mehrbedarf“ dar, begründeten die Richter. Es handle sich um einen „grundsicherungsrechtlich relevanten Bedarf für Bildung und Teilhabe“. Denn die Anschaffung eines internetfähigen Endgerätes sei mit der Schließung des Präsenzschulbetriebs in der Coronakrise erforderlich geworden. Die Kosten für die Anschaffung veranschlagte das Gericht mit 150 Euro.

Zuvor hatten Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig, mitgeteilt, dass die von der Großen Koalition vereinbarten 150 Euro zur Anschaffung eines Gerätes nicht direkt an die Familien gehen sollen. Demnach sollten die Geräte von Schulen beschafft und lediglich ausgeliehen werden.

Lösungen sollten hier bis nach den Sommerferien gefunden werden. Entsprechende Mittel sind überplanmäßig bereitzustellen.

Familien entlasten – Gleiche Chancen beim Homeschooling
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